Kommentar zur „Neuaufstellung der Cusanus Hochschule“

  • by fiona
  • 17. März 2019
  • 9 Comments

Das Präsidium der Cusanus Hochschule versucht gerade mit aller Macht, Zukunftsfähigkeit zu propagieren und ein solides Gefühl an die Öffentlichkeit zu vermitteln. Dem soll hier eine Stimme entgegenstehen.

„Vor der Cusanus Hochschule steht nun ein Prozess neuer Schwerpunktsetzungen. Das Institut für Ökonomie wird dabei zunächst zur allein tragenden Säule der Hochschule. Da dieses Institut bereits jetzt 66% aller Studierenden sowie gemeinsam mit der Verwaltung 70% aller Mitarbeitenden, und 75% aller finanziellen Einnahmen auf sich vereinigt und sich zudem in den letzten Monaten in der Studierendenwerbung und dem Fundraising substantiell neu aufgestellt hat, stellt dies einen gesicherten Fortbestand der Hochschule dar.“

Neuaufstellung der Cusanus Hochschule und ihrer Studiengänge (cusanus-hochschule.de, 12. März 2019)

Der Stärkere gewinnt also? Na, immerhin bleibt für die „zum Teil aufopferungsvolle Arbeit von Mitgliedern des Instituts für Philosophie“ noch ein Dankeschön übrig.

Fassungslosigkeit, wie angesichts der Kündigungen des Instituts für Philosophie sofort einfach weitergemacht werden kann. Kein Eingeständnis einer Fehlentscheidung, kein Rücktritt des Präsidiums, kein Bedauern. Das Gesicht der Hochschule soll einfach mal so gewechselt werden, in der Hoffnung, dass damit der Trennungskonflikt möglichst schnell vergessen werde. Niemand soll begreifen, dass sich hinter dem Namen Cusanus Hochschule bald etwas völlig anderes verbergen wird. Die Suggestion einer kleinen Korrektur im Kurs, die schon lange im sanften Prozess der institutionellen Festigung angelegt wurde. Die Massenkündigungen am Institut für Philosophie stellen einen Bruch dar, keinen fließenden Übergang! Das sollte auch die Öffentlichkeit wissen!

Wie soll sich der Phönix „Cusanus“ Hochschule in moralischer Hinsicht aus dieser Asche erheben? Sicher nicht, indem er seine Verbrennung verleugnet.

Wie ist die Besänftigungs-Politik des Präsidiums anders zu verstehen, als dass möglichst schnell alles vergessen werden soll? Seitdem der Konflikt seit Ende Januar offen ausgetragen wird, pocht man vehement auf ein starkes Bild für die Zukunft der Ökonomie. Alles sei in bester Ordnung und gebrochenes Vertrauen solle zurückgewonnen werden, heißt es dann in der Stellungnahme des Präsidiums direkt nach den Kündigungen. Mit einer unglaublichen Unbeirrbarkeit soll einfach über die Geschehnisse der letzten Wochen hinweggeschritten werden.

Über Leichen gehen, auf Leichen bauen!

In diesem Sinne ist die Neuaufstellung der „Cusanus“ Hochschule zu verstehen. Der Konflikt wird gerade zur unbeachteten Leiche im Hochschulkeller einbalsamiert. Hiermit sei der bereits einsetzenden und teilweise intendierten „Geschichtsvergessenheit“ etwas entgegengesetzt: Gedächtnis schreiben!

Eines darf unbedingt nicht vergessen werden: die Differenz zwischen Gesagtem und Tatsachen, die parallel dazu immer wieder von Seiten des Präsidiums geschaffen wurden und werden. Schizophren erscheint die sprachliche Geschmeidigkeit, mit der für Alles angemessene Worte gefunden werden. Keine Garantie, dass es sich nicht einfach nur um Worte handelt, die sich von heute auf morgen mit einem Wechsel der Windrichtung drehen werden. Das sagt zumindest die Erfahrung. Das Präsidium bedient sich einer Sprache, die für nichts garantieren muss: eine inflationäre Währung, deren Nicht-Deckung aufgeflogen ist?

Fassungslosigkeit, über dieses Zitat, frisch von der Hochschule-Website:

„Die Persönlichkeitsbildung im Rahmen der Studia humanitatis sowie die philosophische Grundlagenreflexion und die Entwicklung eines moralisch orientierten Gemeinsinns werden dabei als integrale Bestandteile der Studiengänge der Ökonomie erhalten.“

Neuaufstellung der Cusanus Hochschule und ihrer Studiengänge (cusanus-hochschule.de, 12. März 2019)

Vor dem Hintergrund der vergangenen Wochen, insbesondere dem Vorgehen des Präsidiums muss wirklich gefragt werden, was sich hinter „moralisch orientiertem Gemeinsinn“ verbergen soll? Woher die Garantie, dass sich dahinter nicht nur gähnend leere Phrase versteckt? Woher kommt die inhaltliche Füllung solcher Sätze? Woher ein Anhaltspunkt, dass es dahinter einen gelebten Sinn gibt?

Wie an solch einer Hochschule einen Bachelor mit dem Titel „Soziale Verantwortung“ studieren?

Und wie angesichts solcher Sprachinflation weiterhin in Seminaren sitzen, in denen es um Kritik an Gesellschaft gehen soll? Wird damit nicht auch das Gelehrte zu ungenießbarer Bildungskost pervertiert? Woran soll man sich als Student*in da orientieren? Pathos muss mal wieder ertragen werden.

Nein, es geht hier nicht darum, einer sich neu aufstellenden „Cusanus“ Hochschule schaden zu wollen. Es sei bloß darauf hinzuweisen, dass hier bereits etwas zerstört worden ist. Damit sei nicht nur der Verlust einer speziellen Philosophie gemeint, die für uns nicht einfach durch irgendeine Philosophie zu ersetzen ist. Sondern die Glaubwürdigkeit dieser Hochschule. Die „Cusanus“ Hochschule ist in ihrer moralischen und ideellen Glaubwürdigkeit tot. Sonst würde man nicht so handeln.

Fassungslosigkeit, denn all das könne doch so nicht einfach funktionieren! Aber es geht anscheinend doch, das ist das Erschreckende. Ohne weiteres ist vorstellbar, dass diese Strategie aufgeht, dass Fassade ausreichend ist. Die Kratzer auf dem Lack werden sprachlich poliert werden. Es werden genügend Menschen bereit sein, einfach weiterzumachen und man kann es auch niemandem verübeln. „Ich möchte einfach nur hier studieren“, ist eine verständliche Aussage. Spätestens in zwei Jahren werden nur noch wenige der jetzigen Studierenden in Bernkastel-Kues sein und sich zurückerinnern. Zeit heilt ja bekanntlich Wunden. Und geheilte Wunden lassen den Grund von Verletzungen leicht vergessen.

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9 Kommentare on Kommentar zur „Neuaufstellung der Cusanus Hochschule“

# Warum dieser Kommentar?
Ich finde es auch wichtig, dass die jüngsten Geschehnisse an der Cusanus Hochschule betrauert, reflektiert und auch kritisiert werden – auf dass wir hoffentlich daraus lernen. Naturgemäß überwiegt auf dieser Plattform die Sicht der Philosophie(-Studierenden), was absolut legitim ist.
Wenn es allerdings dezidiert auch um eine „Dokumentation“ gehen soll, halte ich die bisherige Darstellung hier jedoch für eine recht einseitige Sichtweise, welche ich daher zumindest etwas ergänzen möchte (hochschulöffentlich gab es bereits sehr ausgewogene, nachdenkliche Zwischentöne, z.B. von Luca und Anne am 3.2., deren Analyse m.E. nichts von ihrer Gültigkeit verloren hat):

# Zur Auseinanderentwicklung
Meines Eindrucks nach (als ebenfalls unmittelbarer Zeuge und ebenso unvermeidbar in seiner Sichtweise gefärbt) handelt es sich nicht um eine klare „Täter-Opfer“-Geschichte, wie es hier dargestellt wird, sondern um eine beid- und gegenseitig Tragödie. Eine (wohl sogar recht übliche?) Entwicklung eines akademischen „Startups“, dessen Gründende sich für den Aufbau völlig aufgeopfert haben während der letzten Jahre. Und die sich dabei (ebenfalls gar nicht so untypisch) konzeptuell als auch persönlich auseinander gelebt haben. Konkret waren (soweit ich es verstehe, und stark vereinfacht formuliert) immer schwieriger unter dem gemeinsames Dach zu halten:
A) ein ökonomischer Zug, welcher für eine gesellschaftliche Veränderung mehr auf das direkte Mitmischen im öffentlichen Diskurs setzt und dies strategisch planen wollte, versus
B) ein philosophischer Zug, welcher für eine gesellschaftliche Veränderung mehr auf die indirekte Ausstrahlung durch individuelle Menschenbildung glaubt und dies sich organisch entwickeln lassen wollte.
Diese verschiedenen Kulturen zeigen sich auch daran, dass von Seiten der Ökonomie/Präsidiums-Seite überwiegend argumentiert wird/wurde mit den äußeren Voraussetzungen des Fortbestehens der Hochschule (Studierendenwerbung, Fundraising, Akkreditierungsbedingungen, etc.) während von Philosophie-Seite überwiegend mit dem Binnenverhältnis (die innere Selbstbildungs-Vision sowie formalrechtliche Aspekte der demokratischen Verfassung). Und natürlich sind dies zwei Seiten einer Medaille: Binnenbeschäftigung ist nur legitim, wenn äußeres Überleben gesichert ist. Und umgekehrt macht äußeres leben nur Sinn, wenn die eigene Integrität und Vision dabei nicht verloren geht.
Diese ungleich arbeitenden und sich unterschiedlich entwickelnden Säulen wären an sich kein Problem und im besten Sinne komplementär, wenn beide Säulen weiterhin „ihr Ding“ machen könnte, was sie ja bisher jeweils gut gemacht haben: Die Forschung beider Institute lässt sich sehen und die Studierenden beider Fächer bekommen – trotz aller Kinderkrankheiten frisch konzipierter Studiengänge – tatsächlich ein intensives Programm geboten (bzw. gestalten dieses aktiv mit), das deutschlandweit einzigartig ist!

# Zur Krisen-Ausgangssituation:
Sitzen jedoch beide Institute in einem gemeinsamen Hochschul-Boot, über dem das Damokles-Schwert der staatlichen (Re-)Akkreditierungsvorgaben baumelt, kann man eben nicht nur sein eigenes Ding machen. Denn die staatlichen „Aufwuchs-Vorgaben“ (in Bezug auf Personal, und damit Mitteleinwerbung) induzieren einen Wachstums-Zwang von außen, der den tatsächlichen, eigentlich nachhaltigen Wachstumstrend der Gesamt-Hochschule übersteigt. Bei der Einschätzung nun, ob und auf welche Weise diese Akkreditierungs-Wachstumsvorgaben als Gesamt-Hochschule angegangen sollten und realistisch erreicht werden können, wurden die unterschiedlichen Organisationskulturen und -Vorstellungen aber zu einem immer schwerer ignorierbaren Problem. Weil nicht mehr gemeinsam in die gleiche, sondern zunehmend in jeweils auseinander driftende Richtungen gezogen wurde.
Idealer Weise hätten sich bereits vor über einem Jahr beide Seite über die zunehmenden Differenzen verständigen und sukzessive eine jeweils zukunftsfähige Trennung vereinbaren müssen. Dazu waren jedoch wohl die Organisationskulturen zu unterschiedlich, die personellen Kapazitäten nicht vorhanden, und daher auch (m.E. vor allem) die Beteiligten bereits schlicht zu erschöpft: Nach der Herkulesaufgabe der letzten Jahre, mit geringesten Mitteln eine ihresgleichen suchende, alternative Hochschule aus dem Nichts zu erschaffen und diese nach den eigen, höchsten Idealen zu gestalten und zu leben, hat die Kraft und „emotionale Nüchternheit“ auf beiden Seiten dafür einfach nicht mehr gereicht.

# Zum asymmetrieschen Krisenverlauf:
Dass es dann nicht nur an sich zu einer Krise kam, sondern genau zu dieser, mit so asymmetrischen Zügen und im Ende „Gewinnern“ und „Verlierern“, kann m.E. durch weitere Faktoren erklärt werden, die teilweise (aber nicht ganz) mit dem oben beschrieben Auseinanderleben zu tun haben:
So hat sich die Ökonomie schlicht personell reingehängt (konnte dies eben auch, genau aufgrund ihrer effektiven Ausrichtung auf das Außen und dadurch akquirierten Mittel) und Verantwortung für die äußeren Fortbestehens-Bedingungen übernommen, auch durch Leistungen im Präsidium und indirekten Quersubventionierung der Philosophie. Währenddessen hat die Philosophie sich freiwillig aus eben dieser Verantwortung mehr und mehr auf sich selbst zurückgezogen (musste dies zwangsläufig auch, eben weil die ziemlich stagnierenden personellen Kapazitäten mehr und mehr erschöpft waren). Insofern haben die unterschiedlichen Strategien also den Verlauf und das Ergebnis der Krise mitgeprägt.

# Zur finalen Eskalation
Die finale Eskalation – dieser Teil ergibt sich m.E. nicht zwangsläufig aus der Ausgangssituation sondern bekommt eine eigene, unvorhersehbare Dynamik – war dann, so muss nach beiden Seiten kritisch festgehalten werden:

1. im Präsidium erst das Reißen des Geduldsfadens mit den „den-Kopf-in-den-Sand-steckenden“ Philosophen und dann die selektive Kommunikation der geschaffenen Fakten statt vorherige hochschulöffentliche Ankündigung von Maßnahmen. Statt aus voller Fahrt die Handbremse für die Philosophie zu ziehen, hätten die getroffenen Maßnahmen vorher angesagt gehört, als klar abzusehende, unumgängliche Konsequenzen im Falle einer Richtungsbeibehaltung der Philosophie.
2. Bei den Philosophen erst das Ignorieren bzw. Schönreden äußerer Überlebensnotwendigkeiten (darunter die Nichtanerkennung der bisherigen Quersubventionierung durch die Ökonomie, die dazu nicht automatisch weiter bereit war), dann das Versteifen auf eine kompromisslose Rücknahme der Maßnahmen, und drittens, als man trotz einiger Zugeständnissen seinen Willen nicht voll durchsetzen konnte, dann die selbstgewählte, unangekündigte Kündigung aller Philosophie-Beschäftigten („Philexit“).

Diese Fehler auf beiden Seiten hätten allerdings geheilt werden und in eine konstruktive Lösungsfindung kanalisiert werden können. Leider haben in den entscheidenden Krisen-Wochen von Anfang Februar mit Mitte März dann beide(!) Seiten nicht mehr die Kraft bzw. den Willen dazu aufgebracht, im Sinne einer gemeinsamen Hochschul-Zukunft einen gangbaren Kompromiss zu vereinbaren – trotz unermüdlicher studentischer Vermittlungsversuche.

# Das Ende
Und nun ist es wohl definitiv vorbei. Denn wenn die eine Seite den Exit aus dem gemeinsamen Haus nicht nur androht, sondern ohne unmittelbaren Zwang eine rechtlich verbindliche Kündigung tatsächlich abschickt (dezidiert ohne zumindest gleichzeitig noch einmal letzte konkrete, beiderseitig gangbare Kompromiss!-Bedingungen für die Bereitschaft des eigenen Verbleibs zu kommunizieren, was als funktionales Ultimatum interpretiert werden könnte), dann ist diese Kündigung nur als endgültiger Abschied zu verstehen und sollte nun auch allseits akzeptiert werden. Ansonsten wäre eine diesbezügliche, konstruktive Ansage von Seiten der Philosophie nötig. Ansonsten entziehen sich meinem Verständnis alle nun noch nachträglichen, formalrechtlichen Hänseleien von Seiten der Philosophie, eben weil sie nirgendwo mehr hin führen.

# Ein Plädoyer zum Ausblick

Nun, nach dieser Tragödie, was bleibt und folgt daraus, was können wir daraus lernen und uns weiter für die Realisierung unserer Ideale engagieren?
Natürlich darf getrauert und auch geklagt werden. Aber m.E. eben nicht nur einseitig angeklagt, denn solche Vorwürfe würden keiner Seite gerecht. Wenn schon, dann sollte dieses Kapitel uns allen eine Lehre sein, wie herausfordernd es ist, die eigenen Ideale tatsächlich selbst zu leben und gemeinsam umzusetzen. Dass wir alle diesen nur bedingt gerecht werden oder sogar teilweise scheitern können. Und dass wir uns selbst und auch gegenseitig diese menschliche Unvollkommenheit ein- und zugestehen sollten, ohne beiderseitig Opfermythen bemühen zu müssen.

Für die nächsten Schritte ist wohl leider nicht mehr zu ändern, dass wir bei unserem jeweilig hoffentlich auch weiteren Bestreben, alternative Bildung und kritische Inhalte zu realisieren, eben erst einmal getrennt weitermachen müssen (zumindest bezüglich der Strategie, der Finanzen und der Akkreditierung). Präsidium und Ökonomie wollen das weiterhin in Form einer Hochschule, und auch grundsätzlich Bereitschaft für Kooperation. Von der Philosophie wurde dazu noch nichts verlautbart, ich würde es mir jedoch von und für die Philosophie nach wie vor sehr wünschen. Sei es als eigene Hochschule, als eigenes Institut hier oder sonst wo, oder als Kueser Akademie mit Zertifikatskursen, die von der Hochschule weitmöglichst für ihre Studiengänge anerkannt werden (oder auch weitere Ideen). Für alle potentiell weiterbestehenden kooperativen Schnittstellen müsste jedoch auf beiden(!) Seiten die grundsätzliche Bereitschaft und auch der Willen zum Kompromiss vorhanden sein, sonst bleiben nur vollständig getrennte Wege. Darüber sollte dringend geredet werden!

Unabhängig davon, ob sich die Wege künftig weiter überschneiden, um sich gegenseitig zu stützen und zu befruchten, oder komplett getrennt voneinander verlaufen, um dann frei und ungebunden verlaufen können, ist uns allen zu wünschen, dass beide Wege aufs Neue und nachhaltig prosperieren.
Wir haben bereits gezeigt, dass wir großartige Bildungs-Alternativen geschaffen haben, also können wir dies auch weiterhin und zukünftig sogar noch besser!

Hey Chris,
aus Deinen Kommentare könnte fast ein eigener Blogeintrag werden. Vielleicht noch mal zum grundlegende Anliegen dieses Artikels: Dass sich eine Institution an einem gewissen Punkt spaltet und Menschen nicht mehr miteinander arbeiten können, ist nicht mein Kritikpunkt. Besonders in den ersten Wochen der offenen Konfliktaustragung hatte ich den Eindruck, es seien bereits Entscheidungen zur Trennung getroffen, die jetzt nur noch abgewickelt werden müssten. Wir Studierende, die ab diesem Punkt erst wirklich involviert waren, dachten, noch alles retten zu können. Dieser Artikel bezieht sich ganz speziell auf die Haltung des Präsidiums, die sowohl im Brief zu den Kündigungen und unter „Aktuelles“ auf der Hochschule-Website zum Ausdruck kommt und die (wie ich denke und zu schreiben versucht habe) Wesentliches sprachlich überspielt. Wie im Titel deutlich wird, beziehe ich mich damit auf etwas ganz bestimmtes: Dass hier ein Bruch als fließender Übergang dargestellt wird, der souverän gedeichselt werden kann! Darin liegt mein Kritikpunkt. Ich möchte mich auf einen Deiner Punkte explizit beziehen: eine allgemeine, eindeutige Opfer-Täter-Zuweisung kann der Komplexität nicht gerecht werden. Das der gesamte Konflikt deutlich komplexer ist, ist mir klar. Darum ging es mir auch nicht.

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